Ausflug der AG 60Plus UB MSP-MIL nach Nürnberg am 20./21. Mai 2026 Ausflug der AG 60Plus UB MSP-MIL nach Nürnberg am 20./21. Mai 2026

Die SPD-AG-60plus Ausflügler mit den beiden Vertreterinnen der 60plus AG Nürnberg Gabriele Penzkofer-Röhrl, Vorsitzende und Erika Faul Beisitzerin,
Werner Baur

27. Mai 2026

Pünktlich um 6:30 Uhr startete unser Ausflug in Obernburg. Gegen 7:30 Uhr sammelten wir die restlichen Teilnehmer am ZOB in Marktheidenfeld ein. Auf der A3 nach Schlüsselfeld ging es auf 2 Spuren nur noch langsam vorwärts. Gegen 10:00 Uhr war es an der Zeit für die wohlverdiente Pause mit Kaffee von Busfahrer Michael Emerson und leckeren Kuchen von Mechthild und Ursula.

Etwas später als geplant trafen wir am vereinbarten Treffpunkt auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände ein. Mit der Begrüßung des Rundgangleiters Thorsten Lunz(ehemaliger Stadtrat in Nürnberg) begann die „Individuelle Busfahrt“ mit Ausstiegen.
Die erste Station war der Platz vor dem Dokumentationszentrum. Von 1933 bis 1938 hielten die Nationalsozialisten in Nürnberg ihre Reichsparteitage ab. Noch heute zeugen die Reste der damals errichteten Großbauten von der Inszenierung dieser Propagandaschauen. Auf dem fast 17 qkm großen Reichsparteitagsgelände selbst informieren Tafeln über die Historie des jeweiligen Standortes. Weiter ging es zum Zeppelinfeld. Zeppelintribüne und Zeppelinfeld stellen ein zentrales Exponat des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände dar. Dieses hunderte von Millionen Reichsmark teure gesamte Reichstagsgelände mit seinen gigantischen Gebäuden wurden nur einmal jährlich zu den Reichsparteitagen genutzt.Thorsten Lunz schilderte den Teilnehmern anschaulich mit großer Sachkenntnis Zweck und Ziel des NS-Regimes.

Er begleitet die Besucher noch in die nahe gelegene Gaststätte „Gutmann am Dutzendteich“, wo für die Besucher genügend Plätze reserviert waren. Zügig und freundlich wurden wir mit fränkischen Spezialitäten versorgt, die allen Ausflüglern geschmeckt haben. Nach dieser Stärkung ging es weiter zur nächsten Führung dem Memorium Nürnberger Prozesse in der Bärenschanzstraße 72. In zwei Gruppen wurden die Führungen durchgeführt. Für unsere Gruppe war Oliver Otto zuständig, der uns durch das Dokumentations-zentrum in den Saal 600 führte, wo am 20.11.1945 der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher begann. Er schilderte sehr detailliert und mit großem Sachverstand die Vorbereitungen und die Durchführung des Prozesses, sowie das Zustandekommen der Urteile für 24 führende Vertreter des NS-Regimes.

Nach diesem beeindruckenden Erlebnis fuhren wir weiter zu unserem Hotel, Park Inn By Radisson Nürnberg, in der Sandstraße zum Einchecken. Um 18:30 Uhr trafen wir uns zum Abendessen. Das warme Büffet war abwechslungsreich und schmeckte allen Teilnehmern gut.

Nach einem reichhaltigen Frühstück wartete um 10.00 Uhr am Donnerstag unsere Stadtführerin Karin Miotke am Vestnertorgraben auf die Ausflügler zum Rundgang in der Nürnberger Altstadt an der Burg. Motto der Führung war: Eine Metropole des Mittelalters“ In einem interessanten kurzweiligen und fast 2-stündigen Rundgang von der Burg bis zum Hauptmarkt stellte die Stadtführerin die Altstadt von Nürnberg vor. Die Geschichte der Stadt Nürnberg beginnt 1050, in ihrer ersten Blütezeit als Reichsstadt und Hauptort eines größeren Territoriums des Heiligen Römischen Reichs über die Eingliederung ins Königreich Bayern 1806 und den Aufstieg als Industriestadt im 19. Jahrhundert bis in die Zeit des Nationalsozialismus und in die Gegenwart. Durch ihren blühenden Fernhandel und ihrer Handwerker wurde die Stadt bis zum 16. Jahrhundert eines der reichsten und wichtigsten Städte des Reiches. Nach dem 30-jährigen Krieg büßte Nürnberg diese Stellung ein. Im 19. Jahrhundert erlebte die Stadt dann wieder einen starken Aufschwung.

Im anschließenden Bummel durch die Stadt gab es vieles zu entdecken. Viele interessante Cafés luden zum Verweilen ein. Der nächste Treffpunkt war um 14:00 Uhr die „Straße Menschenrechte“. Hier wurden wir von den beiden Vertreterinnen der 60plus AG Nürnberg Gabriele Penzkofer-Röhrl, Vorsitzende und Erika Faul Beisitzerin, begrüßt. Auf 30 Säulen sind hier die 30 Artikel der der Menschenrechte in 30 Sprachen abgebildet. Die Straße der Menschenrechte ist eine weiträumige Außenskulptur und Gedenkstätte im Innenstadtbereich von Nürnberg. Die Anlage erstreckt sich über die gesamte Länge der Kartäusergasse. Sie wurde vom israelischen Künstler Dani Karavan geschaffen. Hier nutzten wir die Gelegenheit für ein Gruppenfoto.

Am Ende der Kartäuserstraße befindet sich die Gaststätte Tucher an der Oper, wo wir zum Abschluß des Ausfluges einkehrten.

Die Rückfahrt gestaltete sich ohne Hindernisse. Somit erreichte wir Marktheidenfeld und Obernburg pünktlich. Ein herzliches Dankeschön an unseren Busfahrer Michael Emerson, der uns sicher und unterhaltsam durch zwei erlebnisreiche Tage führte. Das positive Feedback der Teilnehmer war ein schönes Lob für die Organisatoren

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